Mahnfeuer der Landwirte gegen den Agrapakt auf dem Hof Beickler in Hechtsheim

Mainzer SPD, Grüne und ÖDP beschließen ein Verbot von Glyphosat und Neonicotinoide auf 85 Hektar städtischer Ackerfläche.

Es ist Absurd wenn die Mainzer SPD, Grüne und ÖDP, die weder im Pflanzenschutz, Agrarmarkt, Subventionsmarkt Expertise haben, heute ein Verbot von Glyphosat und Neonicotinoide auf 85 Hektar Städtischer Ackerfläche beschließt, denn der Stadtrat wird nicht dafür sorgen das die Einfuhr von Lebensmitteln aus Ländern mit niedrigeren Standards verboten wird. Er beschloss noch nicht einmal, dass die Pachtpreise um den Minderertrag gekürzt werden. „So sorgt die lokale Politik aus Mainz mit dafür das Wälder für den Anbau von Weizen, Mais, Zuckerrohr abgebrannt werden, in dem Glauben etwas Umweltfreundliches zu tun und das alles auf Kosten der Mainzer Landwirte“ so Gerhard Wenderoth.  Gleichzeitig wird damit das regionale Angebot geschmälter und Transportwege länger. Auch Grüne, SPD und ÖDP müssen begreifen, die Dinge sind komplexer als es Aussieht, daher muss man vertrauen in die Fakten und Fachleute, auch wenn es der eigenen Ideologie einer „Chemiefreien“ Landwirtschaft nicht gerecht wird.

Die Landwirtschaft steht im Globalen Wettbewerb, ja auch unserer Mainzer Landwirte, Winzer und Obstbauern. In Deutschland werden landwirtschaftliche Erzeugnisse nach den höchsten weltweiten Standards produziert, es gilt der Mindestlohn für Erntehelfer, Düngeverordnung, Gülleverordnung, Pflanzenschutzverordnung und weiter 290 Richtlinien und Verordnungen. Die Landwirtschaft lebt meistens seit Generationen von der Landwirtschaft. Um am Markt bestehen zu können muss die Produktion der Lebensmittel exakt kalkuliert werden. Jeder Arbeitsgang oder jedes Pflanzenschutzmittel, das zu viel ausgebracht wird, schmälert den Ertrag und gefährdet die Existenz, aber auch jeder Befall mit Pilzen, Schädlingen oder Wildkräutern führt zu Ernteverlusten. Daher entwickeln die Landwirte über Jahrhunderte ein fein justiertes System aus allen Maßnahmen, um Aufwand und Ertrag im optimalen Verhältnis zu halten. Weite Teile der Welt, wie Südamerika, Nordamerika, Russland, China, Australien, Neuseeland haben weitaus niedrigere Umweltstandards. Wenn wir die Umweltstandards für Landwirte erhöhen, muss also gleichzeitig dafür gesorgt werden das der Import von Landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus Ländern mit niedrigeren Standards verboten wird. Ansonsten führen höher Standard in Deutschland zum Sterben der Landwirtschaft durch die höheren Produktionskosten und die Lebensmittel kommen dann aus Ländern ohne Standards, das kann weder im Interesse der Verbraucher noch der Politik sein. Zum Ad absurdum wird dies dann, wenn in Südamerika der Regenwald gerodet wird, um unsere Lebensmittel zu erzeugen oder unsere Lebensmittel aus Ländern kommen die niedrigere oder gar keine Standards haben. Daher sollte man Fachleute Entscheiden lassen was wann verboten wird, für Glyphosat wird das laut EU 2022 sein.

Dieser Beitrag wurde unter Mainz, Umwelt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.