Flughafen Frankfurt (FRA) – Neubau Terminal 3 Endziel 100 Mio. Passagiere pro Jahr! Was erwartet Mainz? Was kann Mainz noch aushalten?

Am Dienstag veranstalteten die FREIEN WÄHLER eine Podiums-Diskussion zum Thema „Kommunales Mainz – internationaler Flughafen Frankfurt – heute und morgen“.
Dabei ging es natürlich um den Ausbau des Flughafens und um zusätzliche 25 Mio. Passagiere pro Jahr (mehr als München).

Über 50 interessierte Bürger kamen und diskutieren mit Erwin Stufler, FREIE WÄHLER, Mainz, Nino Haase, OB-Kandidat der CDU, Dietrich Elsner, Sprecher des BBI und Hannelore Feicht, Anmelderin der Montagsdemos.


Moderator Gregor Knapp betonte die Bedeutung der Bürgerinitiativen in der Politik: “Die Bürgerinitiativen müssen ihre Position sehr deutlich zuspitzen, durchaus auch mit lautem Protest vortragen, um auf Missstände und Fehlplanungen aufmerksam zu machen. Es ist dann Aufgabe der Politik die Probleme zu lösen.“


Und dazu wurden die Podiumsteilnehmer gefragt. Wie ist ihr Mobilitäts-Verhalten? Wie der Konsum von Übersee-Produkten? Hier betonte FREIE WÄHLER Spitzenkandidat Erwin Stufler:  „Mein Verhalten hat sich auf Grund der jahrelangen Arbeit in der BI Fluglärm geändert. Ich fliege kaum noch, alle zwei Jahre, wenn es sich nicht vermeiden lässt.“  Auch OB-Kandidat Nino Haase musste sich äußern: „Inlandsflüge kommen für mich nicht in Frage. Das ist von Mainz/Frankfurt aus in Deutschland überhaupt nicht nötig. Die Zugfahrt nach München dauert genauso lange, wie der Flug mit check-in und An-/Abreise zum Flughafen.“


Aber was kann die Politik tun? Fragten Lärmgeplagte Gäste. Politik muss für die richtigen Rahmenbedingungen sorgen.  „Flugbenzin, Kerosin muss beisteuert werden. Es ist unglaublich, dass ein Flug z.B. nach Mallorca billiger ist, als das Taxi zum Flughafen“ so Haase. Und Stufler weiter „Grundsätzlich müssen in Zukunft in dem Flugticket alle Folge-Kosten berücksichtigt werden. Auch die Belastung der Bevölkerung, der Umwelt, auch die Lärmschutzmaßnahmen Alles muss in den Preis rein!“  Der steigende Fluglärm geht auf Kosten der Anwohner des Flughafens. Ganz besonders auch seit dem 21. Oktober 2011 auf Kosten der Mainzer Bevölkerung.


Aus dem Publikum wurde gefragt, warum Fraport nicht dafür sorgt, nur noch Flugzeuge mit neuester Lärmschutztechnik preiswert landen zu lassen. Diese Technik ist längst verfügbar, sie wird nur (leider) nicht flächendeckend bei den Flugzeugen der vielen Airlines eingesetzt.


Verdeutlicht wurde auch die Belastung der Mainzer Bürger*innen durch die hohe Ultra-Feinstaub-Belastung aus den Flugzeugabgasen. Mit Joachim Alt war ein Experte zu dem Thema Ultra-Feinstaub im Publikum. Die BI Fluglärm sieht hier einen großen Bedarf bei der Aufklärung der Bevölkerung und kündigt weitere Informationsveranstaltungen an.


Heiß diskutiert, wurde die Position der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen. Die DFS weigert sich, beim Landeanflug den lärmminderten kontinuierlichen Sinkflug einzusetzen. Die DFS behauptet, in Frankfurt sei ein kontinuierlicher Sinkflug mit den notwendigen 701.000 Flugbewegungen pro Jahr nicht möglich. Das wurde von einem anwesenden Piloten bezweifelt. Er erinnerte an London Heathrow. Dort würden mehr Flugzeuge pro Jahr abgefertigt als in Frankfurt und trotzdem würde das lärmärmere Verfahren (kontinuierlicher Sinkflug) eingesetzt. Die Podiumsteilnehmer schlossen daraus, dass alleine die Kosten die Lösung in Frankfurt bestimmen.


Gleichwohl ist allen Teilnehmer auf der Veranstaltung bewusst, dass die Flughafenerweiterung Mainz und das Rheinhessische Umland stark gesundheitlich benachteiligen wird. Die BI „Initiative gegen Fluglärm Mainz“ und die FREIEN WÄHLER wollen weiter dieses Thema bearbeiten und alle Möglichkeiten ausschöpfen, die Bevölkerung zu entlasten.

 

„Die FREIEN WÄHLER werden sich im zukünftigen Mainzer Stadtrat mit allem Nachdruck für einen transparenten Prozess einsetzen. Die Auseinandersetzung mit den Verursachern von Lärm und Dreck wird sich verschärfen. Hinzu kommt die überfällige Diskussion über einschneidende Gebühren bei zu viel Lärm oder verspäteten Landungen. Die Luftverkehrsindustrie wird – da muss der Bund und das Land konsequent bleiben – versuchen, die Besteuerung von Kerosin zu verhindern. Die Steuer muss kommen! Wir sprechen mit allen, werden Veranstaltungen zum Thema Belastung durch den Flugbetrieb anbieten. Auch mit der DFS, der Lufthansa und Fraport als Gästen/Teilnehmern“ so Stufler abschließend.

Erwin Stufler

(Spitzenkandidat für den Stadtrat und Ortsvorsteherkandidat Oberstadt)

Kontakt: Telefon: 0172 8112778, Mail erwin.stufler@t-online.de


Gregor Knapp

(Spitzenkandidat für den Stadtrat, Ortsvorsteherkandidat für die Altstadt)

Kontakt: Telefon: 01522 9490005, Mail: gregor@knapp.tk

Im Podium:                         
Erwin Stufler                               Spitzenkandidat der Freien Wähler

Diedrich Elsner                           Sprecher BI – Flughafen

Hannelore Feicht                        Aktivistin der    Montagsdemos am Flughafen

Nino Hasse                                    unabhängiger Oberbürgermeisterkandidat Mz

Gregor Knapp                               Moderator

 

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