Bus – und Straßenbahn Ticket für 1,- €

– Freie Wähler fordern endlich Taten.

Die FREIEN WÄHLER in Mainz haben ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl am 26.05.2019 beschlossen.
Ein wichtiger Punkt ist die Forderung nach einem verbesserten Verkehrskonzeptmit kürzeren Taktzeiten und Ticketpreisen, die bezahlbar sind und den Mainzern echte Alternativen bietet. Der Vorsitzende, Gerhard Wenderoth dazu: „Wir stehen für ein gleichberechtigtes Verkehrskonzept in Mainz – für Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV und Auto. Dazu gehört eine autoarme Innenstadt, Fahrradschnellwege-Ringe um die Vororte miteinander zu verbinden und ein ÖPNV der schneller, billiger und besser ist als das Auto.“ 

Die jahrelangen, vollmundigen Ankündigungen von Verkehrsdezernentin Eder sind inzwischen entlarvt. Die rot/grüne Ideologie, die Stadt für Autos so unattraktiv wie möglich zu machen, geht nicht auf. Nur wenn der ÖPNV besser ist als der Individualverkehr werden die Menschen ihn auch nutzen. Für die Mainzer hat sich die Situation in den letzten Jahren Schritt für Schritt verschlimmert: die Preise für den ÖPNV sind gestiegen, es gibt keine gesteuerte Grüne Welle auf den Hauptverkehrsachsen, Bushaltestellen werden in der Rheinallee auf die Fahrbahn verlegt und damit alles dafür getan, das in Mainz der Autoverkehr regelmäßig zum Erliegen kommt. 
Wen wundert es, dass wir ein Feinstaubproblem haben? „Wir brauchen Anreize und spürbare Innovationen und neue Ideen“ so Stadtratsmitglied Kurt Mehler „dazu würde ein Ticket-Preis für den ÖPNV von 1 Euro pro Tag gehören“. Klar sei auch, dass den Pendlerinnen und Pendlern endlich Lösungen angeboten werden müssen: In ganz Mainz gibt es 120 Park&Ride Plätze zum Umsteigen in den ÖPNV, Park&Meet Plätze, um Fahrgemein-schaften in das Rhein-Main-Gebiet zu bilden, fehlen komplett. Wer so die Verkehrswende einführen will, glaubt auch an den Weihnachtsmann. 
Wo bleiben die Park-and-Ride Stellplätze am Stadtrand? 
Wo bleiben die Elektro-Tankstellen? 
Wo bleibt die Erweiterung des Straßenbahnnetzes ins Mainzer Umland? 
Aus Sicht der FREIEN WÄHLER Mainz wird es höchste Zeit für ein Umsteuern – nicht nur als Wahlversprechen.

1€ Ticket ist finanzierbar:
Im Jahr 2017 hat die MVG Umsatzerlöse aus dem Fahrkartenverkauf in Höhe von EUR 46,0 Mio. erzielt und insgesamt 15 Mio. Euro Defizit erwirtschaftet. Es müssten 126.000 1€ Ticket verkauft werden, um den gleichen Umsatz beim Fahrkartenverkauf zu erzielen. 32.000 Studenten leben in Mainz, jeden Tag pendeln 70.000 Menschen nach Mainz davon alleine 22.000 aus dem Landkreis Mainz-Bingen und rund 40.000 Mainzer pendeln nach Hessen, der Bedarf für einen besseren ÖPNV ist da. 
Die neue Steuergesetzgebung erhöht zusätzlich den Anreiz von Firmen jedem Beschäftigten ein Jobticket zu schenken, da dieses nicht mehr als geldwerter Vorteil zu versteuern ist. Zusätzlich gibt es Förderprogramme vom Bund, Bonn erhält so die nächsten zwei Jahre über 20 Mio. € Fördermittel.


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